Arbeitsgemeinschaft RHYTHMIK für Hessen im

Zum 6.Mal fand am 10. Oktober in Darmstadt ein Rhythmikabend für Erwachsene statt. 14 motivierte Teilnehmer fanden sich zusammen und zeigten, dass diese Veranstaltung kein Auslaufmodell ist. 

Dieser Abend stand ganz im Zeichen eines Materials. Iris Puchtler führte durch den Abend und ließ uns Stampfrohre und Boomwhacker auf vielfältige Weise für Musik und Bewegung nutzen.

Nach einer Aufwärmphase und Kennlernrunde konnten sich alle Rohre oder Boomwhacker aussuchen und erst einmal verschiedenste Bewegungen damit ausprobieren. Der Versuch, diese Bewegungen mit den sehr unterschiedlichen Ausmaßen der Röhren zu imitieren, war  sehr kreativ, denn was einer mit einem kleinen Boomwhacker locker hinkriegt, kann mit einem großen 1,50 langen Stampfrohr ganz schön knifflig sein.

Kreative Tanz- und Bewegungsideen mit Gabriele Westhoff

Das war wieder mal eine große Runde, die sich zu dieser Fortbildung am 14. Juni 2014 im Rhythmikraum der Darmstädter Akademie für Tonkunst versammelt hatte! Frau Westhoff stellte sich uns kurz vor, Dipl.-Bibliothekarin und Musikpädagogin, arbeitet in Eltern-Kind-Musikgruppen und bietet Kindertanzgruppen an; sie ist ausgebildet in Gesang und Kinderstimmbildung und ist Dozentin für Fortbildungen, außerdem schreibt sie für die Zeitschrift „musikpraxis“. Sie erzählte uns, die Musik von der Gruppe „Ensemble Rossi“ sei ihr sehr ans Herz gewachsen und so entstand die Idee, zu der Musik Tanzanleitungen und -ideen in dem Buch „Djingalla/Das Buch“ zu veröffentlichen.

Während die Musik im Hintergrund schon lief, teilte Frau Westhoff jedem eine Pfauenfeder aus. Man durfte erst einmal frei dazu tanzen, die Feder auf der Handfläche balancieren oder sie einfach in alle Raumebenen schwingen. Die Musik, ein alter englischer Tanz, „None such“, sehr schön mit Geige, Gitarre, Oboe und anderen Instrumenten gespielt, ging gleich gut ins Ohr. Nach dem freien Tanz wurde uns gezeigt, wie man ein „Zirkuszelt“ tanzen kann, sich am Platz dreht, die Feder balanciert, usw. und später wieder zum „Zirkuszelt“ zurückkehrt. Auf diese Weise kann man viele Tänze aufbauen, mit einem A-Teil, in dem alle im Kreis dieselben Bewegungen machen und einem B-Teil, in dem frei getanzt wird. Frau Westhoff betonte mehrmals, dass sie ihre Anleitungen als Impulse verstehe und sie sich freue, wenn jeder selber in der Praxis die eigenen Ideen umsetzt, verändert oder ganz Neues erfindet.

Eine Fortbildung mit Christoph Studer

24 Teilnehmer hat es an diesem Samstag, den 21.03.2014, in den Rhythmik-Raum an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt verschlagen- alle im pädagogischen Bereich tätig und trotzdem durchmischt : Erzieherinnen im Krippen- und Kindergartenbereich, Waldkindergarten-Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen, Heilpädagoginnen oder eine Ergotherapeutin und noch andere mehr! Im Laufe des Tages werden wir alle mitgerissen von Liedern, Tänzen, Bodypercussion, Klanggeschichten und vor allem dem Trommeln auf verschiedensten afrikanischen Trommeln, selbstgebauten, bunt angemalten „Kanalrohrtrommeln“ oder großen Djembes. 

Wir sitzen alle im Kreis. Zur Begrüßung klopft Christoph Studer auf Brust, Bauch, Oberschenkel und Hände und spricht dazu, im Rhythmus: „Hallo, guten Morgen, was für ein Vergnügen, super, dass ihr da seid, hört euch das mal an!“ Mir fällt es anfangs gar nicht so leicht, meine linke und rechte Hand zu „sortieren“ und zugleich den Text zu sprechen, aber wir wiederholen es ein paar Mal - diese Art von „Begrüßung“ macht auf jeden Fall großen Spaß und bringt Schwung in die Runde!

Bericht über das Tagesseminar:

„Sounds & Grooves mit Bleistift & Co.“

(Referent: Martin J. Junker)

Am 31. August 2013 trafen sich ab 10.00 Uhr im großen Saal der Herder-Sprachschule in Darmstadt 32 Pädagoginnen aus unterschiedlichen Bereichen, um von Martin J. Junker, Studienrat an einem südhessischen Gymnasium, musikpädagogische Anregungen zum perkussiven Klassenmusizieren mit Schulutensilien zu erhalten.

Zum Einstieg gab es gleich eine rhythmische Begrüßung mit Stift und Tisch durch den Referenten, die von den Teilnehmerinnen gleich mitgemacht wurde.

Danach erst kam die sprachliche Begrüßung durch den Referenten, in der er erläuterte, dass es bei dem Seminar um Musikpraxis in alltäglicher Klassensituation ging, weswegen alle Teilnehmerinnen auch in typischer Klassenform, wohlgeordnet an Tischen saßen.

In der Musikkultur komme es schon lange vor, dass Alltagsgegenstände zum Musizieren verwendet werden. Man denke, so der Referent, an den Schuhplattler, an die aus Alltagsgegenständen hervorgegangenen Schlaginstrumente (z. B. Cajon oder Steel drum), an den Einsatz von Gegenständen in der Oper als „klingendes Requisit“ auf der Bühne (z. B. Ambosse in Wagners „Rheingold“) oder an die Neue Musik (im Sinne einer Klangerweiterung) und Popmusik (Sampeln von Alltagsgeräuschen). In der Schulmusik hingegen ist diese Art des Musizierens noch recht neu.

Im Senioren Wohnpark Kranichstein in Darmstadt gehen 17 Erwachsene zwischen 20 und 60 Jahren durch einen Raum, spritzen mit bunter Farbe um sich und malen die weißen Wände mit Schlangenlinien und Punkten an. Bettina spielt dazu auf dem schwarzen Flügel. Keiner wird nachher putzen müssen, denn sie verwenden die Farben ihrer Phantasie – ein wichtiger Teil der Rhythmik.

Am 17. April traf sich die „Rhythmikgruppe für Erwachsene“ das erste Mal, um gemeinsam Zeit mit Bewegung, Sprache, Musik und Lachen zu verbringen. Bettina Bahro, eine der Initiatorinnen, hat den Abend vorbereitet. Zuerst darf sich jeder eine bunte Schlagglocke aussuchen, deren Farbe auf den neuen „Besitzer“ übergeht. Alle erfinden eine Bewegung zu ihrem Namen. Später denken sich die TeilnehmerInnen in Kleingruppen Melodien mit ihrem Namen und den Tönen der Glocken aus. So lernen sich alle untereinander besser kennen.

„Rhythmik und Geragogik“ mit Monika Mayr

 

Auf der Fachtagung Musikgeragogik in Münster Anfang März 2013 hatte ich das große Glück mich für einen Workshop bei Monika Mayr entschieden zu haben (www.musikgeragogik.de). Unter dem Thema „Rhythmikgeragogik“ konnte ich mir bis dato nämlich rein gar nichts vor­stellen, was – wie ich erst später erfahren sollte – nicht weiter verwunderlich ist, da es sich um ein relativ neues Wort handelt. Als Sonderpädagogin war ich unter den zahlreichen Musikern und Geragogen ohnehin ein wenig verunsichert. Inzwischen weiß ich, welche Möglichkeiten in dem Angebot „Rhythmik für Senioren“ stecken. Die Herausforderungen des Alters können mit Hilfe von Rhythmus, Musik, Stimme und diverser Materialien auf geistiger, körperlicher, emotionaler und sozialer Ebene unterstützt werden und einen wertvollen Bei­trag zu produktivem und befriedigendem Altern leisten (vgl. gleichnamiger Flyer; www.rhythmik.at). Viele Ideen zu diesem Thema konnten in dem 75minütigen Workshop zwar nur angerissen werden, es dauerte aber ohnehin nur Sekunden, meine Begeisterung für Rhythmikgeragogik zu wecken. Auf einer ganztägigen Fortbildung mit Monika Mayr, die von der Arbeitsgemeinschaft Rhythmik für Hessen am 16. März 2013 in Darmstadt angeboten wurde, durfte ich mehr über das umfangreiche Potential dieses Ansatzes lernen.

 

   
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